Archiv für März, 2006

Freygang in Erfurt

Freitag, 31. März 2006

Heute spielen Freygang im Erfurter Museumskeller. Nachdem wir zum letzten Konzert fast 100km (inklusive zweimal Verfransen in der Pampa und suchen in der Wildnis) gefahren sind, gehen wir heute einfach nicht zum Konzert. Jaja, wir sind schon hammerhart. :)
Ansich ist es ja nicht unsere Art ein Freygang-Konzert in der Nähe zu verpassen, aber das letzte mal war es schon recht ärgerlich.

Nachdem ein paar Runden gespielt wurden, war plötzlich ruckzuck Feierabend mit der Musik und man konnte reden mit welchem Musiker man wollte, es wurde einfach keine Zugabe gegeben. Schlimm finde ich auch, daß es nicht das erste mal passiert ist und wir uns schon des öfteren über diese Art und Weise geärgert haben.
Seit diesem Abend hat Freygang mindestens drei treue Fans und Albumkonsumenten verloren.

Schade eigentlich…oder eben auch nicht.

Puddingsatt.de

Freitag, 31. März 2006

Das ist doch mal wieder ein origineller Einfall, wie ich finde. Werbung für den Vidcast auf puddingsatt.de/

Gefunden auf http://lumma.de/

links for 2006-03-30

Freitag, 31. März 2006

Gewalt an Berliner Hauptschule

Donnerstag, 30. März 2006

Ich habe vorhin beim Schockwellenreiter und gerade eben einen Artikel auf heute.de über die Berliner Rütli-Schule in Neukölln gelesen. Dort scheint Gewalt und Chaos zu herrschen.
In dem Artikel wird unter anderem erwähnt, daß sich Lehrer nur noch mit Handy in den Unterricht trauen, um notfalls schnell Hilfe herbeirufen zu können.

Weiter heißt es, daß ab Freitag die Bullerei Polizei dafür sorgen soll, daß keine Waffen in das Schulgebäude gelangen.

Was sind das für Zustände? Was sind das für Schüler? Was haben diese Schüler für Eltern? Wie kann so etwas überhaupt passieren?

Selbst wenn die Kinder die einzigen sind, die morgens aufstehen müssen, weil der Rest der Familie arbeitslos ist, wie in einem der Kommentare zu lesen ist, rechtfertigt das noch lange dieses Verhalten nicht.
Ich kann so etwas einfach nicht nachvollziehen. Vielleicht geht es mir auch einfach nur zu gut?

Die Achtung und der Respekt vor anderen Mitmenschen scheint mehr und mehr unwichtig zu werden. Ich finde das mehr als beängstigend.
Die CDU spricht “von einem völligen Versagen” und der schwarze Peter wird, wie so oft, hin und her gereicht.

links for 2006-03-29

Donnerstag, 30. März 2006

Margin of Safety - Gonzo Jazz

Mittwoch, 29. März 2006

Der RSS-Feed von Jamendo hat mich gerade mit einem neuen interessanten Album erfreut.

Das Album “Margin of Safety - Gonzo Jazz” gibt es dort als Stream oder als Torrent.
Das erste Lied vom Album hört sich spitzenmäßig an. Freie Musik ist es auch! Der Basslauf und die Klampfe erinnern mich am Anfang des Songs teilweise an Rage against the Machine und an Sessions diverser Livebands, die sich mit Hilfe der Musik in Trance spielen konnten/können.

Zwischendurch wird das Album etwas ruhiger und experimenteller. Wer auf gute “Stromgitarrenmusik” steht, sollte auf jeden Fall einmal reingehört haben.

So war das “damals”

Mittwoch, 29. März 2006

Nach dem Smalltalk in dieser Woche mit meinem Sohn und nachdem Lutz Schramm das Thema Einstufung noch einmal aufgegriffen hat, erinnerte ich mich auch wieder an die alte Zeit.
Wir waren damals noch recht jung an Jahren, vielleicht 14/15, hatten unsere Band, einen Proberaum und arbeiteten an unserer Einstufung. So eine Einstufung war notwendig, wenn man öffentlich vor einem Publikum spielen wollte. Konzerte ohne Einstufung waren mehr oder weniger illegal bzw. nur mit geschlossener Gesellschaft möglich.

Die Songs für die Einstufung hatten wir schon fast komplett. Man mußte aufpassen, daß man die Mischung aus 70/30 oder war es 80/20 einhält. Soll heißen 20 oder 30 Prozent des Programms mußten eigene oder DDR-Songs, der Rest durfte internationale Musik sein. Ein DDR-Titel, an den ich mich heute noch erinnere ist Apfeltraum von Renft. Ansonsten hatten wir noch ein paar Sachen von Pasch gecovert und spielten natürlich auch unsere eigenen Songs.

Irgendwann wurden wir von der SED-Kreisleitung zu einem Gespräch eingeladen. Wir waren natürlich ziemlich aufgeregt und der Kulturmensch, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, hielt große Reden.
Zum Beispiel hielt er unseren Namen “Schock” nicht für angemessen. Wir sollten uns doch besser “Jugendteam 85″ nennen.
Danach hielt er uns einen Vortrag über das äußere Erscheinungsbild und die Rolle eines Musikers in der sozialistischen Gesellschaft. Er kam auch schnell zu “seiner Problemband” namens “Schleimkeim“, die damals hier im Erfurter Raum immer wieder für mysteriöse Schlagzeilen im Buschfunk sorgte.
Wir waren wie schon erwähnt ziemlich jung (eigentlich noch halbe Kinder), hatten lange Haare und waren nicht schmuddelig oder keimig. (Mehr Blueserscheinung als Punk, aber für ihn war das sicherlich das selbe.)
Dann stellte er uns noch die Frage, ob es denn nicht förderlicher für uns wäre, wenn wir unter der Führung der FDJ musizieren würden. Da gäbe es finanzielle Förderung etc. blabla
Das kam für uns natürlich keinesfalls in Frage.
Im Großen und Ganzen verlief das Gespräch so weiter. Wir saßen da, hörten uns seinen Monolog an und zogen wieder von dannen. Immer wieder herzlich lachend über seinen Vorschlag “Jugendteam 85″.
Irgendwann kam dann mal ein älterer Herr mit einer Dame zur Probe und wollte/sollte uns fördern. Ich habe bis heute keine Ahnung, wer die beiden zu uns bestellt hat, denn sie kamen im Auftrag der FDJ und wir wollten ja nicht unter deren Führung spielen.
Die Probe verlief natürlich auf Grund der unterschiedlichen Herangehensweise an das “Musizieren” nicht undbedingt förderlich für unsere weitere Förderung. Das war uns zu diesem Moment nur recht.
Wie auch immer, was wir auch weiter anstellten und probierten, zu einer Einstufung haben wir es nie gebracht. Wir hatten noch bis ungefähr 1991 Spaß an der Musik und einige Kumpels von damals haben es immer noch, wenn sich auch die Musikrichtung geändert hat. Ich habe mich seit Anfang der 90er mehr zu den Computern hingezogen gefühlt.

Im Nachhinein betrachtet, finde ich es schade, daß man auf diese Art am “Musikmachen” gehindert wurde. Aber die Zeit war vielleicht wegen dieser kleinen Geschichtchen gerade deshalb so schön und aufregend spannend.

Hach…was waren das für Zeiten…

links for 2006-03-28

Dienstag, 28. März 2006

Dank an Herrn Lutz Schramm!!!

Montag, 27. März 2006

Als ob es nicht schon genug des Guten wäre, wenn Lutz Schramm uns dieser Tage mit dem Interview der Skeptiker überrascht. Nein! Herr Schramm legt heute noch eins drauf und bringt uns ein Interview mit Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten ins Haus. Hören oder downloaden kann man bei Lutz unter http://podcast.parocktikum.de/
Meine Kinder sind schon im Bett, meine Frau zur Schicht (Hauptsache die Frau hat ne Arbeit und man selber ist gesund!) das Interview mit den Skeptikern habe ich mit meinem Sohn zusammen angehört und wir haben über alte DDR-Zeiten geplaudert.

Mein Sohn(13) wußte überraschenderweise wo sich meine Sammlung mit den Aufnahmen der Skeptiker befindet und es war gar nicht so einfach ihm zu erklären, warum manche Band damals nicht ohne weiteres im Radio gespielt werden durfte. So etwas wie “Spielverbot auf Lebenszeit” ist heute einem jungen Musiker nur schwer zu vermitteln.

Sei es drum, wir haben mindestens 2 Stunden zusammen Aufnahmen von den Skeptikern gehört. Momentan läuft “Deutschland halts Maul” und ich frage mich schon wieder, was wohl aus Eugen geworden ist.

Danach wird aber endgültig umgeschalten, bevor das Interview mit Blixa wieder offline ist…

Wenn die Kinder langsam größer werden…

Montag, 27. März 2006

kann es schon einmal passieren, daß man durch die Küche wandert und einen Teller voll frisch gebackener Muffins entdeckt. Hm…yamyam…

Muffins

Wenn die Kinder dann etwas älter sind, sieht man bestimmt nur noch den Rest vom Puderzucker auf dem Teller, aber so weit vorraus möchte ich momentan nicht denken und einfach die schöne Zeit genießen.