Archiv für Juli 17th, 2006

Open Air Öttersdorf mit den Fehlfarben

Montag, 17. Juli 2006

Das letzte Wochenende fand das jährliche Open Air in Öttersdorf statt. Es handelt sich um ein kleineres, gemütliches Festival in der Nähe von Schleiz in Thüringen.
Wir nahmen diesmal nur am Sonnabend teil, rechtzeitig nachdem Fiddlers Green gespielt hatten.

Eintritt 18,-Euro pro Nase, mit etwas Feilschen nur 9,-Euro für das Kind, das so gerne mit wollte zu den Fehlfarben, von denen Papa so geschwärmt hat.

Nachdem wir es uns auf der Wiese mit lecker Bierchen bequem gemacht hatten, dauerte es nicht lange und Kirsche & Co spielten auf. Es war fast wie in meiner Jugendzeit, denn alle stürmten vor die Bühne. So viele “Kirsche & Co Shirts” habe ich noch nie im Einsatz vor der Bühne gesehen.

Als die alten, mehr punkig angehauchten Sachen gespielt wurden, haben wir uns auch etwas näher zur Bühne geschleppt, aber unser Tanzbein wollte nicht so recht jucken.

Ich habe Songs wie “In der Nacht”, “Gib trotz der Dunkehleit nicht auf” etc. vermißt, aber das passiert bei jedem Konzert, wenn man sich nicht extra etwas wünscht.

Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, daß Kirsche keine BHs und Slips mehr auf die Bühne geschmissen bekommt, sondern nur noch ein Gebiss von einem etwas betagteren Fan. Dieses wurde auch stolz dem Publikum präsentiert.

Im großen und ganzen ein gutes Konzert von Kirsche und seinen Mannen. Guter, sauberer Rock, den man sich durchaus anhören kann.

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Nach dem Konzert trieb es mich ins Bierzelt, da ich aus diesem Tanzmusk vernahm. Im Bierzelt tobte der Blues. Ich fragte ein Mädchen, um wen es sich vorne auf der Bühne handelt und erfuhr, das es Monokel war. Verstehen konnte ich das nicht wirklich, zumal Monokel, so dachte ich, einen neuen Sänger haben. Außerdem, ich hatte meine Kontaktlinsen kurz vorher abgebastelt, konnte ich Speiche nirgends sichten. Monokel hat mir jedenfalls mit neuem Sänger und Speiche an der Klampfe besser gefallen. Ich werde nachher noch ein wenig recherchieren.

Irgendwann spielten dann auch die Fehlfarben auf. Es war einfach unbeschreiblich gut. Schnell, rau, die Musik fast wie auf den ersten LPs, nur schneller und punkiger. Einfach nur total geil!!!

Da war dann auch, nach ein wenig Rumgeknipse mit der Digicam für das flickr-Set, dieses wunderbare Gefühl, sich unbedingt bewegen zu müssen. Sohnemann stand am Rand und beobachtete seine Eltern wie diese trotz ihres hohen Alters immer noch pogen können.

Meine kleine Tanzperformance, man konnte nicht hoch und wild genug springen, uferte in einer ungewollten Rutschparty aus, die ich allerdings noch in eine gekonnt dargebotene Rolle rückwärts veredeln konnte. Die Lacher waren auf meiner Seite und ich machte vor lauter Scham eine kleine Pause.

Diese hielt natürlich nicht lange an. Aber mal ehrlich, wer kann schon zu “Paul ist tot”, “Es geht voran”, “Das war vor Jahren”, “Geh du ran” etc., fast jedes Lied in schnellen punkigen Rythmus gespielt, still vor der Bühne stehen und sein Bier kippen?

Alles in allem war das Fehlfarben-Konzert das beste Konzert, daß ich seit dem Soulfly-Konzert erleben durfte.

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Nach dem Konzert haben wir noch einmal ins Zelt zu Monokel geschaut, die beharrlich in die Mundi bliesen und den Blues sangen.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, daß man keine fremden Hunde auf Konzerten streicheln sollte und schon gar nicht, wenn diese angeleint sind. Meike hat jetzt einen Hundebiss am Oberschenkel und wird sich wohl die Tage ein paar Tollwutspritzen abholen dürfen. (Damals waren die noch 50cm lang und wurden in den Bauchnabel verabreicht.)

Beim Verlinken auf die Page der Fehlfarben, habe ich noch das Video “Chirurgie 2010″ der Fehlfarben entdeckt. Nett!!!


Kurt Krömer

Montag, 17. Juli 2006

Beim gestrigen Stöbern durch die automatischen Rockpalastaufnahmen unseres VDR bin ich auf Kurt Krömer aufmerksam gewurden, dessen Sendung vor dem Rockpalast ausgestrahlt wurde.

Der Mensch ist Kabarettist und Comedian, hat einen ganz besondern Humor, macht einen sehr sympathischen Eindruck und versprüht nicht diesen niveaulosen Humor, wie es manch anderer Zeitgenosse im TV macht, nur um die Einschaltquote in die Höhe zu treiben. (Ich meine diese Art von, “wir werfen mit ein paar Fäkalwörtern um uns, ziehen über alles und Jeden her und lachen als Erster über unsere dümmlichen Witze”.)

Beim Schmökern in seinem Lebenslauf bekommt man schon einen ersten Eindruck, was einen erwartet.

Das er allen Anschein nach ein “etwas Anderes Publikum” ansprechen möchte als manch anderer seiner Zeigenossen, sagen meines Erachtens die Zeilen über seine Einladung zu Raabs Sendung aus. Bei Harald Schmidt war er jedenfalls schon in der Sendung und dort wird nicht jeder geladen. :)

Krömers Sendung nennt sich “Die Kurt Krömer Show” und wird auf EinsFestival übertragen.

Bei mir ist Krömer ab jetzt neben dem Rockpalast auch im Autotimer.