Schon Klar!
Mittwoch, 28. Februar 2007In den Medien wurde mir gestern das Gefühl vermittelt, daß Christian Klar in seinem Grußwort zur Rosa Luxemburg Konferenz 2007 zum weiteren bewaffneten Kampf aufruft. Die ein oder andere Politikernase, äußerte sich “wohl wissend”, daß Klar nichts dazu gelernt habe, daß er gefährlich ist etc. pp. Die üblichen Phrasen und meiner Meinung nach nichts weiter als Stimmungsmache.
Leider wurde der Text von Christian Klar nicht komplett verlesen oder in den einschlägigen Medien gezeigt. Da ich gelernt habe mir selbstständig “meine Meinung zu bilden” begab ich mich auf die Suche im Netz und wurde beim Pantoffelpunk fündig, über den ich auf den kompletten Text gestoßen bin.
Für Jeden, der wissen möchte was Christian Klar geschrieben hat, hier der komplette Text.
“Liebe Freunde, das Thema der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz “Das geht anders” bedeutet - so verstehe ich es - vor allem die Würdigung der Inspiration, die seit einiger Zeit von verschiedenen Ländern Lateinamerikas ausgeht. Dort wird nach zwei Jahrzehnten sozial vernichtender Rezepte der internationalen Besitzerklasse endlich den Rechten der Massen wieder Geltung gegeben und darüber hinaus an einer Perspektive gearbeitet.
Aber wie sieht das in Europa aus? Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die propagandistische Vorarbeit leisten dabei Regierungen und große professionelle PR-Agenturen, die Ideologien verbreiten, mit denen alles verherrlicht wird, was den Menschen darauf reduziert, benutzt zu werden.
Trotzdem gilt hier ebenso: “Das geht anders”. Wo sollte sonst die Kraft zu kämpfen herkommen? Die spezielle Sache dürfte sein, dass die in Europa ökonomisch gerade abstürzenden großen Gesellschaftsbereiche den chauvinistischen “Rettern” entrissen werden. Sonst wird es nicht möglich sein, die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen.Es muss immer wieder betont werden: Schließlich ist die Welt geschichtlich reif dafür, dass die zukünftigen Neugeborenen in ein Leben treten können, das die volle Förderung aller ihrer menschlichen Potentiale bereithalten kann und die Gespenster der Entfremdung von des Menschen gesellschaftlicher Bestimmung vertrieben sind.”



