Hör nicht auf Politiker

Zum heutigen Konzert von Hans Söllner wollten wir ausnahmsweise einmal nicht die Ersten sein. Wir sind erst kurz nach 20Uhr in Erfurt eingetrudelt. Leider standen wir trotzdem, mit massig anderen Fans, vor verschlossener Tür. Der Einlass war laut Ticket auf 20Uhr anberaumt.

Hans hat kurz nach 21Uhr mit dem Konzert angefangen. Mich hat die erste Stunde nicht vom Hocker gehauen. Hans hat ein paar Monologe gehalten und ab und an ein paar Akkorde auf der Klampfe geschlagen, aber leider nicht mit der von mir erwarteten Musik losgelegt. Zwischendurch kam mir Hans wie ein moderner Jesus vor. Er stand auf der Bühne, verkündete seine Message und die Massen jubelten ihm zu. Sympathisch, ehrlich, freiheitsliebend und ohne Angst vor der herrschenden Kaste oder deren gemeinen grünen Schergen.

Begeistert hat mich sein Aufruf die Polizei nicht etwa mit geworfenen Pflastersteinen “zu erfreuen”, sondern sie mit einer Umarmung und einem “Bussi” zu begrüßen.

Man möge sich vorstellen, wenn jeder diesem Aufruf nachkommen würde. Was wäre das für ein heiden Spaß für alle Beteiligten. :-)
Die Message “pro Hanf” war, wie nicht anders zu erwarten, allen Leuten im Saal völlig klar und man konnte die Zustimmung förmlich in jeder Ecke riechen. Man sah viele Leute mit roten Augen und breitem, zufriedenen Grinsen. Die Stimmung war nach dieser Stunde spitze, trotzdem fast keine Musik gespielt wurde.

Meine Erwartungen waren ziemlich hoch gesteckt. Ich hatte mich wie ein kleiner Junge unter anderem auf die Titel “Hoffnung”, “Sturm”, “Freiheit”, “Feind” und “Drecksau” gefreut.

Mein Wunsch sollte nach dieser Stunde nicht unerfüllt bleiben. Bis auf “Drecksau” wurden alle Lieder gespielt. Das Tanzbein fing auch an zu zucken und kurz nach 23Uhr sind wir zufrieden nach Hause gefahren.

Ohne Alkohol im Blut, aber hoch zufrieden grinsend.

Im Video kurze Auszüge vom “Sturm”, dessen Text jeder verstehen sollte.


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