Freedom must come

Frankfurt am Main, November 1989. Wir das erste mal im “goldenen Westen”, auf der Suche nach dem ultimativen Kick und für Alles offen. Den Kick gab es auch in irgendeinem besetzten Haus mit 10-20 Punks, von denen ich mich bis heute noch an einen ganz genau erinnern kann.

Die meisten seiner Finger waren schwarz und ab dem ersten Knöchel hatte er seine Hand mit einer Binde verdeckt. Als die ganze Gelegenheit für uns anfing wirklich unangenehm zu werden, gaben wir Fersengeld und rannten was unsere ollen DDR-Schuhe her gaben. Unsere Ausweise, Studentenausweise, die geklauten Pornohofte und das Begrüßungsgeld waren uns in diesem Moment wirklich wurscht. Wir hatten panische Angst und liefen, liefen, liefen….

Irgendwann waren wir im Bahnhofsgelände in Frankfurt am Main angekommen und wogen uns in Sicherheit.

Weit gefehlt.

Im Bahnhofsgelände trafen wir als Erstes einen schätzungsweise 70-Jährigen Typen beim Koksen, mindestens 20-30 Leute in einem Kaffe, die mit der vollen Dröhnung weggedüst waren und viele 10-15-Jährige vor der öffentlichen Toilette in ihrem eigenen Siff. Gute Erinnerungen verbinde ich mit meinem “ersten Mal” im goldenen Westen nicht.

Jedes mal, wenn wir uns ob unserer Naivität irgendwo darnieder setzten, stand uns jemand mit, uns damals unbekannten Drogen, zur Seite und lieferte uns den bösen, abgefahrenen Stoff für weitere Gedankenspielchen. (umgangssprachlich damals auch als Horrortrip verteufelt…).

Was will ich damit sagen???

Ich habe keine Ahnung. Aber das Lied, das zu dem ersten Joint damals in Frankfurt lief, war von Mutabaruka, der 9. November steht wieder kurz vor der Tür und ich mache mir so meine Gedanken.

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